Anwendungsgebiete und Wirkungsweise der pulsierenden Magnetfeldtherapie Die Magnetfeldtherapie wird eher zu den alternativen Therapien gezählt und in die allgemein noch recht unbekannte Energiemedizin eingeordnet. In den letzten Jahren sind diverse Studien mit gutem Design durchgeführt worden, die ihre Wirksamkeit immer wieder unter Beweis stellen.
Anwendungsbereiche Die Magnetfeldtherapie eignet sich für unterschiedliche Therapieansätze und kann als Einzel- oder Begleittherapie eingesetzt werden. Aufgrund der Wirkungsprinzipien und der Resultate von klinischen Studien ergeben sich folgende Haupteinsatzgebiete: Schmerzbehandlung (insbesondere bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats, wie Rheuma, Osteoporose, Arthritis, Arthrose, Wirbelsäule/Bandscheiben), Knochenbruch und Wundheilungsstörungen, chronische Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus, Herz-, Kreislauf- und Blutdruckbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Infektanfälligkeit, PMS und Regelbeschwerden, Nervenerkrankungen, Asthma, Allergien und Hauterkrankungen (Akne, Neurodermitis), Depressionen, Potenzstörungen, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit und stressassoziierte Krankheiten, Sportrehabilitation und Leistungssteigerung. Eine aufschlussreiche Sammlung aktueller Studien zur Magnetfeldtherapie hat Frau Dr. Rauch-Petz, Vizepräsidentin des Instituts für bioelektronische Medizin (IFBM) zusammengestellt. Eine ihrer Quellen ist dabei „Medline“, die größte medizinische Datenbank der Welt. Dort werden nur Veröffentlichungen aus der Medizin – klinisch sowie experimentell – erfasst, die in Zeitschriften mit Peer-Review erschienen sind. Die Wirkungsweise Im Zentrum der Erklärungen der Magnetfeldtherapie steht die Wirkung pulsierender magnetischer Felder auf die Zellen und auf den an ihrer Membran stattfindenden Ionentransport. Eine Zelle kann prinzipiell nicht unterscheiden, ob ein Signal aus dem Körper selbst kommt oder von außerhalb zugeführt wurde. Das kann für die Zellen ein Segen oder ein Fluch sein. Als Umweltbelastung können körperfremde Frequenzen die Zellen schwächen, wie dies beim Elektrosmog der Fall ist. Pulsierende Magnetfelder erzeugen im Organismus körpereigene elektrische Felder in Form von Induktionsspannungen und sind dadurch in der Lage, den Ionentransport anzuregen und die Normalisierung des Membranpozentials herbeizuführen. Elektrolytverschiebungen spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Zur Kommunikation und zur Versorgung der Zelle mit neuen Nährstoffen stehen die biochemischen Vorgänge der Energiegewinnung in enger Wechselwirkung mit elektromagnetischen Abläufen. Die für den Körper notwendigen elektromagnetischen Kraftfelder werden normalerweise vom gesunden Organismus selbst als Folge der elektrischen Erregungsströme der Nerven- und Muskelfasern und Blutgefäße, die bei der Bewegung entstehen, produziert. Bei Bewegungsmangel schwindet die Zellenergie und damit die Leistungsfähigkeit der Zellen und des gesamten Organismus. Gesunde Zellen erhalten die Potenzialdifferenz der Zellmembran durch aktiven Ionentransport aufrecht und müssen über eine Membranspannung von mindestens -70 bis -90mV verfügen, um regelrecht am Stoffwechsel teilnehmen zu können. Fehlt jedoch das genannte elektrische Potenzial, ist der Zellstoffwechsel gestört. Messungen der Zellmembranfunktion bzw. -frequenz haben gezeigt, dass die Intensität der Zellschwingung je nach Schwere der Krankheit abnimmt. Kranken bzw. schlecht ernährten Zellen mit demzufolge niedrigem Membranpotenzial von weniger als -30 mV droht, wenn sie keine Hilfe erhalten, unweigerlich der Zelltod. Aus eigener Kraft können sie die Zellmembran nicht mehr stabilisieren. Solche Zellen werden durch die von außen zugeführten Schwingungen der pulsierenden Magnetfeldtherapie zur Normalisierung gezwungen, was durch Anlagerung von H+-Ionen an den Zellmembranen geschieht. Wenn sich dort genügend positive Ionen angelagert haben, wird diese Membran schließlich polarisiert. Eine Polarisation bedeutet, dass sich an der einen Seite der Wand die positiven und an der anderen Seite die negativen Ionen befinden, entgegengesetzt zu den normalen Verhältnissen. Diese lokale Azidose (Übersäuerung) kann von der Zelle nur bis zu einem gewissen Grad kompensiert werden, bis ein so starker Diffusionsdruck entsteht, dass die Zelle ihre Membranporen öffnet und ein verstärkter Nährstoffaustausch stattfinden kann. Bei diesem Vorgang können sowohl Nährstoffe besser in die Zelle gelangen als auch Stoffwechselabfallprodukte ausgeschieden werden. Nach Einwirkung des pulsierenden Magnetfeldes steigt der Stoffwechsel der Zellen messbar an. Sie erhalten ihre richtige Frequenz und damit ihr optimales Membranpotenzial zurück, unterstützt durch die ständige Polumkehr der pulsierenden Magnetfelder. Dieser Vorgang spielt sich auch bei der normalen Ernährung einer gesunden Zelle ab, nur dass in diesem Fall die Energie zur Polarisation von der Zelle selbst aufgebracht werden muss. Das schnelle Geschehen von Übersäuerung, Neutralisation, Polarisation und Diffusionsdrucksteigerung an Zell- und Gefäßwänden ist die Ursache für die verschiedensten Wirkmechanismen der pulsierenden Magnetfeldtherapie, wie z.B. Verbesserung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung durch Effekte an der Gefäßwand und in bzw. an den Erythrozyten. Die Verstärkung piezoelektrischer Effekte und die Oberflächen-Polarisierung an Zellen und Gefäßwänden verbessert durch Senkung der Reibungskräfte und Austauschflächenvergrößerung die Durchblutung und Sauerstoffsättigung der Gewebe. Vermehrte endogene Stickstoff-Ausschüttung und Sensibilisierung von Pressorezeptoren haben positive Effekte auf die Kreislaufregulation. Verbesserung des Zellstoffwechsels und Stabilisierung des Membranpotenzials und somit des Energiehaushaltes durch vermehrten Ionenaustausch. Gesteigerte Zellregeneration durch gesteigerte Zelldifferenzierung unspezifischer Bindegewebszellen. Die Steigerung des intrazellulären CA++-Spiegels fördert durch Wachstumsanregung und Zelldifferenzierung regenerative Prozesse bei Wund- und Knochenheilung. Schmerzlinderung: Durch Hyperpolarisation an der Synapse und Muskelrelaxation wird die Schmerzgrenze angehoben. Regulation des vegetativen Nervensystems. Vertiefte Atmung: PH-Senkungen, die eine Mangelsituation simulieren, vertiefen die Atmung, erhöhen den Erythropoetin-Spiegel und damit die Erythropoese (Bildung roter Blutkörperchen). Vermehrter Aufbau von Eiweißen durch Erhöhung der Aktivierungsenergie katalytischer Prozesse (Steigerung der Proteinsynthese). Optimierung der Hormonproduktion und Stärkung des Immunsystems: Durch verbesserten Zellstoffwechsel stehen vermehrt wichtige Hormone wie Melatonin (wichtiges Antioxidans) und Abwehrzellen zur Verfügung (Steigerung des Immunsystems). Durch Konformationsänderungen am Hämoglobin in den roten Blutkörperchen wird die Sauerstoffsättigung im Gewebe gesteigert. Bessere Bioverfügbarkeit von Medikamenten durch verbesserte Aufnahme am Wirkort und somit Medikamentenreduktion. Dies ist z.B. für Diabetiker interessant, die in manchen Fällen ihre Insulingabe reduzieren konnten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Magnetfeldtherapie auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung ihrer Wirkungen in den letzten Jahren bereits große Schritte vorangekommen ist.
Phytotherapeutikum Teufelskrallenwurzel ist Alternative zu Vioxx® und Diclofenac bei der Therapie unspezifischer Rückenschmerzen
Bei der Therapie unspezifischer Rückenschmerzen bietet ein planzliches Präparat mit Spezialextrakt aus Teufelskrallenwurzel eine sichere und wirksame Alternative zu herkömmlichen Antirheumatika, die oft das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen mit sich bringen. Das belegt eine aktuelle klinische Studie (1), die das Teufelskrallenwurzel-Präparat mit Diclofenac und Rofecoxib verglichen hat. Es zeigte sich als genauso wirksam in der Reduktion der Beschwerden wie die Vergleichspräparate Diclofenac bzw. Rofecoxib und war bezüglich seiner Verträglichkeit deutlich gegenüber den anderen Präparaten überlegen.
Bei der randomisierten, aktiv-kontrollierten, monozentrischen Vergleichstudie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von dem Teufelskrallenwurzel-Präparat mit dem nichtsteroidalen Antirheumatikum Diclofenac und dem COX-2-Inhibitor Rofecoxib in der Behandlung von Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen verglichen. Insgesamt wurden die Daten von 97 Patienten (Intention-to-treat-Kollektiv) bzw. 61 Patienten (per-Protokoll-Kollektiv) ausgewertet. Die Behandlung erfolgte über einen Zeitraum von 6 Wochen, wobei ein Drittel des Patientenkollektivs zweimal täglich 2 Filmtabletten 240 mg Spezialextrakt aus Teufelskrallenwurzel, ein Drittel zweimal täglich je 75 mg Diclofenac (Voltaren® Resinat) und ein Drittel einmal täglich 12,5 mg Rofecoxib (Vioxx®) erhielt. Zur Analyse der Behandlungseffizienz innerhalb des Studienverlaufs wurde das Schmerzempfinden bzw. das Ausmaß der einzelnen Beschwerden mit Hilfe verschiedener validierter Schmerzskalen (North American Spine Society (NASS) Instruments, Visuelle Schmerz Analog Skala, Arhus Low Back Pain Index, SF 12 und CGI) erfasst. Hauptzielkriterium der Studie waren die bei Patienten gemessenen Veränderungen der North American Spine Society (NASS) Instruments nach 6 Wochen. Das Studienziel, nämlich der Nachweis der „Nicht-Unterlegenheit“ und einer gleichen deutlichen Linderung der Beschwerden durch das Teufelskrallenwurzel-Präparat gegenüber Vioxx® und Diclofenac in der Behandlung von unspezifischen Rückenschmerzen, konnte vollständig erfüllt werden. Wie bei anderen Phytoanalgetika setzte die Wirkung von Allya® zwar verzögert nach 2 Wochen ein, zeigte dann aber eine ebenso gute analgetische Wirkung wie die Vergleichsmedikation: In der Studie wurde nachgewiesen, dass das Teufelskrallenwurzel-Präparat genauso wirksam in der Reduktion der Beschwerden war, wie die Vergleichspräparate Diclofenac bzw. Rofecoxib. Damit konnte gezeigt werden, dass bei unspezifischen Rückenschmerzen mit einer Dosierung von zweimal täglich 2 Filmtabletten 240 mg Allya‚ mit Spezialextrakt aus Teufelskrallenwurzel eine vergleichbare Wirkung wie mit zweimal täglich je 75 mg Diclofenac bzw. einmal täglich 12,5 mg Rofecoxib erzielt werden kann. Bezüglich der Verträglichkeit war Allya® deutlich gegenüber den anderen Präparaten überlegen: Während unter der Behandlung mit Diclofenac bei 56,3 Prozent und unter Rofecoxib bei 33,3 Prozent der Patienten unerwünschte Ereignisse mit möglichem Kausalzusammenhang auftraten, waren es unter der Behandlung mit dem Teufelskrallenwurzel-Präparat nur 15,6 Prozent. 75 Prozent der Patienten stuften Allya® von Studienbeginn an als „sehr gut verträglich“, die restlichen 25 Prozent als „gut verträglich“ ein.
Im Gegensatz dazu beurteilten bei Studienende 5 Prozent der Patienten die Vioxx® verwendet hatten und sogar 16 Prozent der Patienten, die Voltaren® Resinat verwendet hatten, die Präparate als „schlecht verträglich“. Die Ergebnisse der neuen Studie bestätigen vorhergehende klinische Untersuchungen, in der die Wirksamkeit von Allya® bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates aufgezeigt werden konnte (2). „Bei der Behandlung von unspezifischen Rückenschmerzen hat sich das Teufelskrallenwurzel-Präparat als eine effektive, nebenwirkungsarme und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Antirheumatika gezeigt“, konstatiert auch Studienleiter Dr. med. Sebastian Rütten von der Klinik für Orthopädie am Lehrstuhl für Radiologie und Mikrotherapie der Universität Witten/Herdecke. „Insbesondere die gute Verträglichkeit von des Teufelskrallenwurzel-Präparats wurde von den Patienten geschätzt.“ Neben der Behandlung von degenerativen rheumatischen Erkrankungen könnte das Teufelskrallenwurzel-Präparat in Zukunft eine größere Rolle bei der Therapie entzündlicher und degenerativer rheumatischer Erkrankungen und auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen spielen. Pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass der Spezialextrakt aus Teufelskrallenwurzel die Produktion von TNF-a blockiert (3) – ein extrazellulärer Signalstoff, der als entscheidender Entzündungspromoter bei rheumatischen Erkrankungen identifiziert worden ist. Zusätzlich wird TNF-a als wichtiger Mediator bei rheumatisch bedingtem Knochenabbau angesehen. Da TNF-a schon zu einem frühen Zeitpunkt im Laufe des Entzündungsgeschehens gebildet und als zentraler Auslöser der Entzündungskaskade angesehen wird, ist die Blockade von TNF-a der zentrale Ansatz in der modernen Rheumatherapie (4). Die so genannten synthetischen TNF-a Blocker sind teuer, und es gibt noch keine ausreichenden Erfahrungen in der Langzeittherapie. Im Gegensatz dazu stellt die Therapie mit Allya® als natürlichem TNF-a-Hemmer eine auf neusten Erkenntnissen basierende Behandlungsform mit den Vorzügen einer guten Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels dar. Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sind die häufigste Ursache für Arztbesuche, jeder fünfte Hausarztbesuch kommt deswegen zustande. Beschwerden der Wirbelsäule nehmen dabei den größten Teil ein: 71 Millionen Arbeitstage pro Jahr fallen wegen Rückenschmerzen aus, jede dritte Krankschreibung geht auf das Konto der Wirbelsäule. Insgesamt entstehen für das Gesundheitssystem Kosten in Höhe von rund 17 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich in 8 von 10 Fällen um unspezifische Rückenschmerzen, bei denen keine objektivierbaren Ursachen gefunden werden und die meist einen chronischen Verlauf nehmen. Quellen: (1) Klinische Studie PSC 132/01: Randomisierte, aktiv-kontrollierte, monozentrische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALLYA‚ Tabletten in der Behandlung von Patienten mit unspezifischen Schmerzen im Lumbalbereich (Publikation in Vorbereitung)
(2) Rütten, S; Schäfer, I: Einsatz der afrikanischen Teufelskralle (ALLYA‚) bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung. Acta Biologica, 2000; Jahrgang XXXIX, Nr. 2 (3) Fiebich B. L., Zimmermann, A. Ibig, Y. and McGregor G.P.: Harpagophytum procumbens inhibits synthesis of TNF-a by endotoxin-stimulated human monocytes at the transcriptional level. FACT, 8 (4), 2003:517
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