Mikrostrom Elektrotherapie (MET)
Cranial Elektrotherapie Stimulation (CES)

Diese Therapieformen sind nicht nur hoch effektiv, sondern auch nahezu frei von unerwünschten Wirkungen. Anders als bei der Transkutanen Elektrischen Nervenstimulation (TENS) werden hier Ströme im Mikroampere-Bereich eingesetzt und durch das Gehirn geleitet - kranielle elektrotherapeutische Stimulation (CES) genannt – oder Elektroden werden so an einem Gelenk bzw. einer Muskelgruppe befestigt, dass der Strom direkt durch die betroffene Körperregion fließt - Mikrostrom-Elektrotherapie (MET) genannt.
Unter der Therapie werden vermehrt Neurotransmitter freigesetzt, vor allem Serotonin sowie Endorphine, von denen bekannt ist, dass mit ihnen der Körper die Schmerzwahrnehmung kontrollieren kann. EEG-Ableitungen bei Schmerzpatienten ergaben während der Behandlung eine deutliche Veränderung des Wellenmusters. Elektromyogramme bestätigten die Abnahme des Muskeltonus. Blutdruck und Atemfrequenz nahmen ab.
In einer französischen Studie hatten sich 50 Patienten mit Rektum-Tumoren einer Lasertherapie unterzogen. Die Ärzte untersuchten in einer kontrollierten Studie, ob MET/CES den postoperativen Schmerzmittel-Verbrauch senken könne. Er sank in der Verumgruppe signifikant um 31 Prozent (Gastroenterol. Clin. Biol. 16, 1992, 8). Eine zehnwöchige Studie mit 112 Spannungskopfschmerz-Patienten ergab in der Verumgruppe im Schnitt eine 35prozentige Schmerzreduktion, mit Placebo waren es nur 18 Prozent (Headache 29, 1989, 445). Kirsch zählt in einem Studien-Review weitere Erfolge mit MET/CES auf, etwa bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen oder Migräne (NeuroRehabilitation 14, 2000, 85). Die verwendeten Geräte und Therapiemethoden variieren in den verschiedenen Studien.
In einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie mit 60 Fibromyalgie-Patienten, die mit dem MET/CES-Gerät entweder eine echte Mikrostromtherapie oder eine Scheintherapie erhalten hatten, besserten sich die Werte auf Schmerzskalen in der Verumgruppe um knapp 30 Prozent. Klagten vor der Studie 60 Prozent der Patienten über Schlafstörungen, waren es in der Verumgruppe nach der Studie nur noch fünf Prozent. Placebo-Effekte gab es ebenso wenig wie unerwünschte Wirkungen.
Bei der Behandlung von Depressionen, Angstzuständen oder Schlafstörungen werden Ohrclipelektroden eingesetzt wodurch geringfügige elektrische Stromimpulse verabreicht werden, die der im Körper vorhandenen natürlichen Elektrizität entsprechen. Bei Depressionen oder Schlafstörungen zeigt sich die Wirkung in der Regel nach 1 bis 2 Wochen.
Große Erfolge wurden auch beim Drogenentzug erzielt, da CES das natürliche Gleichgewicht der Neurotransmitter im Körper harmonisiert, welches durch die chemische Beeinflussung durch Drogen gestört wird.

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